Nav Ansichtssuche

Navigation

Fahrradbügel Brötchentaste

Natürlich benutzt auch ein passionierter Radfahrer gelegentlich mal ein Auto und kommt dabei evtl. in die Verlegenheit, ganz schnell irgendwo in der Stadt parken zu wollen. Und auch er ist dann froh, wenn er dabei billig wegkommt. Warum also nicht mit Hilfe der „Brötchentaste“?

Aber was würde die wirklich verbessern? Findet man deshalb eher einen freien Parkplatz?

Wohl kaum! Eher verleitet diese kostenfreie Möglichkeit noch mehr Menschen dazu, für jeden Katzensprung das Auto zu starten. Folglich gibt es noch mehr Autofahrer, die genau diese Parklücke vor dem Bäcker, der Bank oder am Briefkasten suchen. Und dann gibt es noch die, die sich nie um Richtig oder Falsch scheren und mit Hilfe der „Brötchentaste“ länger als erlaubt parken.

Also, das Parkproblem löst man so nicht!

Und bringt die Einführung der „Brötchentaste“ wenigstens die erhoffte Belebung des Einzelhandels?

Auch das ist zu bezweifeln, denn wie viele Läden kann man in den wenigen Minuten aufsuchen?

Was könnte wirklich helfen?

Eine Vision müsste Wahrheit werden. Die Vision einer menschenfreundlichen und verkehrsberuhigten Stadt, in der die Stadtbewohner ihre Wege zu Fuß oder per Rad erledigen und Auswärtige ihre Fahrzeuge vorwiegend am Stadtrand parken. Busse fahren in enger Taktfolge alle wichtigen Punkte der Stadt an. Die Parkplätze in der Innenstadt sind Anwohnern und Zulieferern vorbehalten und Personen, die wirklich gehbehindert sind. Die brauchen dazu aber keinen extra Ausweis, denn sie können auf Einsicht und Disziplin ihrer Mitbürger vertrauen.

Sage keiner, das ginge nicht. Es ist eine Frage des Willens, des persönlichen und des politischen!

Sich dafür stark zu machen wäre eine angemessene Aufgabe für Stadträte.

Der Kampf um die Brötchentaste erscheint dagegen kleinkariert und populistisch.

Zu viel Vision?

Kann sein, aber es könnte ja klein beginnen, z.B. mit ausreichend guten Fahrradabstellbügeln vor den Geschäften – anstelle der „Brötchentaste“.