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Seit Mitte Juli 2018 darf man auf der Reichenstraße mit dem Rad fahren, langsam, in friedlicher Koexistenz mit den Fußgängern.Reichenstraße klein

Die Stadtverwaltung will in einem Verkehrsversuch bis zum November 2018 prüfen, ob Fußgänger und Radfahrer miteinander auskommen. Die Auswertung des Versuchs wird darüber entscheiden, ob aus dieser Testphase eine dauerhafte Lösung wird, wie sie bereits in vielen Fußgängerzonen anderer Städte besteht.

Nun, nach 2 Wochen der Öffnung der Reichenstraße für Radfahrer, stellt sich ein sehr beschauliches Miteinander beider Interessensgruppen dar. Die (meisten) Radfahrer fahren langsam, vorausschauend, suchen sich einen freien Platz, um an Familien, Stadtführungen und schlendernden Menschen vorbeizufahren. Manchmal wird auch abgestiegen und an der Menschengruppe vorbeigeschoben.

Die Nutzung der Fußgängerzone mit dem Rad erleichtert vielen älteren Menschen die Zugänglichkeit zu den Geschäften oder zum Wochenmarkt. Können sie doch ihre Einkäufe bequem mit dem Rad transportieren und sind somit flexibel in ihrer Beweglichkeit.

Radfahrer, welche schnell an ihr Ziel von A nach B durch die Stadt wollen, werden die Fußgängerzone ohnehin nicht nutzen, da sie dort nicht voran kommen.

Die Ortsgruppe Bautzen des ADFC begrüßt den Verkehrsversuch sehr, da die Stadtverwaltung damit auf die Wünsche vieler Bautzener Radfahrer reagiert hat.

Bleibt uns zu hoffen, dass ein friedliches und rücksichtsvolles Miteinander aller Beteiligten zu einer dauerhaften Freigabe der Reichenstraße für Radfahrer führen wird.

Seit dem 1. September findet der aktuelle Fahrradklima-Test statt. Bis zum 30. November besteht die Möglichkeit, unter www.fahrradklima-test.de 32 Fragen zu beantworten und die Situation in seiner Stadt zu bewerten.
Die Bautzener waren bei den letzten beiden Test jeweils durch eine relativ hohe Beteiligung an der Umfrage vertreten. Alle Orte mit mehr als 50 Stimmen kommen in die Auswertung, Bautzen lag beim letzten Test 2016 bei ca. 220 Teilnehmern. Dieses Ergebnis kann vielleicht wieder erreicht werden, wenn jeder Leser selbst am Test teilnimmt und in seinem Umfeld fleißig für die Teilnahme wirbt. Je mehr Meinungen einfließen, desto aussagekräftiger wird der Test.
Beim Test 2016 war Bautzen in der Benotung etwas abgerutscht. Die veränderte Verkehrsführung auf der Steinstraße hatte sicher bei vielen Teilnehmern ein schlechteres Sicherheitsgefühl erzeugt. Inzwischen ist die Regelung überarbeitet.
Und auch in manchen Details war die Stadtverwaltung seitdem aktiv. So sind die Schutzstreifenmarkierungen am Kornmarkt (endlich) erneuert und die angedeuteten Radspuren am Ausgang der freigegeben Einbahnstraßen auf Wunsch des ADFC noch einmal aufgefrischt worden. Die Ampelschaltung auf der Wallstraße Ecke August-Bebel-Straße wurde für Radfahrer angepasst.

Und auch einem anderen Wunsch des ADFC ist die Stadtverwaltung nachgekommen: Viel häufiger als früher wurde im Amtsblatt über Radverkehr berichtet.
Es wird spannend, ob sich dies alles im Ergebnis des aktuelle Fahrradklima-Tests niederschlagen wird.

Auch für Einwohner ohne Internetzugang wird - wie in den letzten Jahren auch - ein Papierexemplar der Fragen zum Ausfüllen bereitgestellt, welches bei der Stadtverwaltung abgeholt und abgegeben werden kann.

Bitte: MITMACHEN und WEITERSAGEN!

An folgenden Terminen führt die Ortsgruppe Bautzen des ADFC wieder Fahrradcodierungen mit Klebe-Etikett durch:

9.April 2018        18 - 19 Uhr vor dem Brauhaus Bautzen, Thomas-Mann-Straße 7

26. Mai 2018       12 - 17 Uhr Info-Stand des ADFC beim Bautzner Frühling am Tag der Vereine

13. August 2018  18 - 19 Uhr vor dem Brauhaus Bautzen, Thomas-Mann-Straße 7

Kosten für ADFC-Mitglieder:           2 €

Kosten für Nicht-ADFC-Mitglieder:  4 €

Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis und den Nachweis über den Kauf des Fahrrades mit.

ADFC Fahradklima Test 2016 Ergebnis Praesentation 348x178Beim am 19. Mai in Berlin vorgestellten Fahrradklima-Test des ADFC landete Bautzen auf Platz 211 von 364 der fahrradfreundlichsten Städte in der Stadtgrößenklasse unter 50000 Einwohner (2014: 218 von 292). 222 Bautzener haben an der bundesweiten Befragung teilgenommen.

Die im Vergleich mit anderen Städten erneut verhältnismäßig hohe Teilnahme an der Umfrage zeigt, dass das Fahrradklima den Radfahrern in Bautzen unverändert ein wichtiges Thema ist.

Im Vergleich zum letzten Test 2014 hat sich Bautzen in vielen Benotungen kaum verändert. Sachsenweit liegt Bautzen leicht verbessert auf Platz 4 von 17 vergleichbaren Städten (2014: 6 von 17). Ein Grund zum Feiern ist dies jedoch leider nicht, denn im bundesweiten Vergleich erreichen sächsische Städte nur unbefriedigende Noten.

Im Durchschnitt geben die Bautzener die Note 3,85 für die Fahrradfreundlichkeit ihrer Stadt (2014: 3,98).

Besonders gewürdigt wird die Öffnung der Einbahnstraßen für Radfahrer in Gegenrichtung, für die sich die ADFC-Ortsgruppe wiederholt engagiert hatte. Hier ist die Note um 2,3 verbessert. Damit einher geht auch die verbesserte Einschätzung der Fahrradförderung in jüngster Zeit. Als Alarmsignal ist aber zu werten, dass das Sicherheitsgefühl abgenommen hat (- 0,3) und vermehrt Konflikte mit Kfz. festgestellt werden (- 0,4). Demzufolge fällt auch die Note für die Einschätzung, ob Radfahren in Bautzen Spaß oder Stress bedeuten (- 0,3). Beispielsweise werden die für Radfahrer ungünstig veränderten Bedingungen in der Seminarstraße und das ungenügende Respektieren der Radfahrstreifen besonders auf der Steinstraße gegenüber der ADFC Ortsgruppe Bautzen immer wieder als Konfliktpunkte genannt und kritisiert.

Unverändert mit besonders schlechten Noten werden die kaum stattfindende Werbung für das Radfahren, der fehlende Winterdienst auf Radwegen und die ungenügende Führung des Radverkehrs an Baustellen in der Umfrage bewertet. Auch die Fahrradmitnahme im öffentlichen Nahverkehr bekommt nach wie vor kein gutes Urteil, dies ist aber ein nicht allein auf Bautzen beschränktes Problem.

Das auch in dieser Umfrage von den Teilnehmern wieder bestätigte hohe Potential für Fahrradfreundlichkeit wird von Bautzen nach wie vor leider nicht ausreichend ausgeschöpft. Die ADFC-Ortsgruppe Bautzen wird sich weiter dafür einsetzen, Radverkehr in Bautzen als Thema im Gespräch zu halten und die Bedingungen für die Bautzener Radfahrer zu verbessern. Mitstreiter für diese lohnenswerte Aufgabe sind herzlich willkommen (Kontakt über: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Beim nächsten regulären Radfahrerstammtisch bietet sich interessierten Radfahrern die Möglichkeit, mit Aktiven des ADFC und anderen Radfahrern über die Ergebnisse des Klimatests und andere Radverkehrsthemen ins Gespräch zu kommen: am 12. Juni, 19 Uhr im Brauhaus Bautzen.

Fahrradbügel Brötchentaste

Natürlich benutzt auch ein passionierter Radfahrer gelegentlich mal ein Auto und kommt dabei evtl. in die Verlegenheit, ganz schnell irgendwo in der Stadt parken zu wollen. Und auch er ist dann froh, wenn er dabei billig wegkommt. Warum also nicht mit Hilfe der „Brötchentaste“?

Aber was würde die wirklich verbessern? Findet man deshalb eher einen freien Parkplatz?

Wohl kaum! Eher verleitet diese kostenfreie Möglichkeit noch mehr Menschen dazu, für jeden Katzensprung das Auto zu starten. Folglich gibt es noch mehr Autofahrer, die genau diese Parklücke vor dem Bäcker, der Bank oder am Briefkasten suchen. Und dann gibt es noch die, die sich nie um Richtig oder Falsch scheren und mit Hilfe der „Brötchentaste“ länger als erlaubt parken.

Also, das Parkproblem löst man so nicht!

Und bringt die Einführung der „Brötchentaste“ wenigstens die erhoffte Belebung des Einzelhandels?

Auch das ist zu bezweifeln, denn wie viele Läden kann man in den wenigen Minuten aufsuchen?

Was könnte wirklich helfen?

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ...

  • vertritt die Interessen der Alltags- und Freizeitradler
  • setzt sich für die Förderung des Radverkehrs ein
  • kämpft für die Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht als Maßnahme zur Gleichberechtigung von Radfahrern mit anderen Verkehrsteilnehmern

Wir sind aktive Radfahrer in und um Bautzen und engagieren uns als ADFC-Ortsgruppe für das Radfahren in unserer Region. Wir gehören zum ADFC Dresden e.V. bzw. zum ADFC-Sachsen e.V. und treffen uns regelmäßig zum Radlerstammtisch, nehmen Einfluss auf die Verkehrspolitik und -planung vor Ort, leisten Aufklärungsarbeit und organisieren Radtouren.

Radfahren in Sachsen ist toll, oder?

Finden Sie Radverkehrsführungen häufig unverständlich? Fühlen Sie sich als Radfahrer manchmal gefährdet? Würden Sie sich über bessere Abstellmöglichkeiten für Ihr Rad freuen? Fänden Sie es nicht besser, auch an Baustellen radfahrend sicher vorbeizukommen? Müssen Sie an Ampeln manchmal länger warten als alle Anderen? Könnte Radfahren in Sachsen schöner sein?